Evangelisch-methodistische Kirche

Schmitten-Brombach im Taunus

Hallo,


schön, dass Sie vorbeischauen...

Von Gogh,Pixabay

Ende Januar besuchten wir die Van-Gogh-Ausstellung im Frankfurter Städel. Eine beeindruckend lange Schlange stand an, um das Lebenswerk des Künstlers kennenzulernen. Im Städel selbst setzte sich die Menschenschlange fort, manche Bilder waren kaum zu sehen, so viele Leute drängelten sich davor. 

Während ich wartete, einen halbwegs freien Blick auf das eine oder andere Bild zu bekommen, hörte ich meinem Audioguide zu, der mir von Vincent van Goghs Leben erzählte. Erschüttert hörte ich von seinem Ringen um seinen Weg, berufliche Anfänge und Abbrüche, der Suche nach Gott und letztlich seiner Einsamkeit bis in den Tod. Während er buchstäblich um das Leben rang, malte er unaufhörlich – Landschaften mit Licht, die Lebensfreude wiederspiegeln, Szenen aus der Landwirtschaft, Menschen, die sich harmonisch in ihren Lebenszusammenhang einfügen, ganz anders, als er es erlebte. Er hätte sich wohl zu Lebzeiten nie vorstellen können, dass Hunderte und Tausende seine Ausstellungen noch 130 Jahre nach seinem Tod besuchen würden, sich aneinander vorbeidrängelten, um einen Blick auf eine Landschaft zu erhaschen, und einen übergroßen Telefonhörer krampfhaft ans Ohr drückten, um nur ja nichts von seinem Lebenslauf zu verpassen.

Mir kam van Gogh in diesen zwei Stunden sehr nahe. Ich bin dankbar, ein viel glücklicheres Leben als er zu führen, aber auch ich kenne Zweifel, Fragen und ein Suchen nach Gottes Spuren, denen ich folgen kann. Manch Anderer wird seine Einsamkeit nachempfinden können, mit der er durchs Leben ging. Doch trotz all dem brachte er Wundervolles hervor, das heute noch Menschen im Tiefsten berührt.

Egal, in welcher Situation wir uns gerade befinden, wird Gott etwas in unserem Leben groß machen können, das für andere wichtig ist und wichtig bleibt – ein offenes Ohr, mit dem wir anderen begegnen, Verständnis für unsere Mitmenschen, eine liebevolle Haltung gerade da, wo andere achtlos vorübergehen, ein konsequentes Eintreten für Schwache und Bedrohtes. Es müssen keine Bilder sein, die es in Ausstellungen schaffen, aber es können Szenen sein, die sich für die Menschen um uns herum wie wundervolle Bilder in ihren Herzen entfalten und ihrem Leben Licht von oben geben können.  

Dass Sie in diesem letzten Wintermonat Licht von Gott geschenkt bekommen und es weitergeben können, wünsche ich Ihnen von Herzen

herzliche Grüße

Cornelia Trick 

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Veranstaltungshinweise im Februar auf einen Blick:




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Monatsspruch für Februar: 

Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte.              
 
(1. Korintherbrief Kapitel 7, Vers 23)
 
 


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Aktuelle Hinweise



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Skulptur: "Playing with the Wind" 
von Amancio González (Fuerteventura)